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Home Server Teil 3: Aufbau und Installation

17. Februar 2009

Nachdem das neue Mainboard angekommen ist, habe ich mich gleich ran gesetzt und den Server zusammengebaut. Soweit so gut. Das Mainboard, ein Asus M3A78-EM, hat 5 SATA Ports die ich mit 4 SATA Platten (40GB/1TB/1TB/1TB) und einem SATA DVD-ROM Laufwerk belegt habe.

Nach dem ersten Boot, schaute ich gleich ins BIOS um sicherzustellen, dass alle Platten korrekt erkannt wurden und sonst alles okay ist. Die SATA Konfiguration stand auf „SATA“ (es gibt noch RAID und AHCI als Auswahlmöglichkeiten) und alle Platten, sowie Laufwerk wurden korrekt an ihren SATA Ports erkannt. Also FreeBSD Boot CD rein und los gehts.

Pustekuchen. Beim Starten der Boot CD ging es nach „run_interrupt_driven_hooks: still waiting after 60 seconds for xpt_config“ nicht mehr weiter. Nach etwas googeln auf der FreeBSD Mailingliste stellte sich heraus, dass es ein spezifisches Problem mit genau diesem Asus Board ist. Abhilfe schaffte nur das Abschalten von Firewire im BIOS. Nach einem Reboot konnte ich dann von der CD starten und die Installation beginnen.

Pustekuchen mit Streusel. Der Kernel, der für die Installationsroutine benutzt wird, fand beim ersten Anlauf nur zwei der vier Platten (2x 1TB), was mich stutzig machte. Je nach dem wie ich die Platten auf dem Board anschloß bekam ich immer andere Plattenkombinationen im sysinstall. Jedoch nie alle vier Platten. So zurück im BIOS habe ich mir die SATA Konfiguration noch mal angeschaut. Zu AHCI gab es den Hinweis: „When enabled BIOS finds only SATA ports 1-4. Install AHCI drivers in OS to use all six ports.“. Deshalb habe ich darauf verzichtet, weil ich dachte, wenn ich nicht mal im BIOS alle SATA Ports benutzen kann, wird das bei der Installation nicht hilfreich sein. Da aber FreeBSD mit Sicherheit AHCI Treiber hat, habe ich im SATA Modus (mit nur zwei Platten) installiert und danach auf AHCI umgestellt, und (TADA!) alle vier Platten waren da: ad4, ad6, ad8 und ad12.

Na dann kann es ja losgehen.

Die Reihe setzt sich fort …

4. Februar 2009

… von Geräten die kaputt sind. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein fabulöses Händchen für Montagsgeräte habe (iMac, MacBook Pro, die Reihe setzt sich fort bis in die frühen Neunziger). Gestern kamen alle Teile für den Server an, und ich war dann auch nicht sonderlich erstaunt, dass nach dem Zusammenbauen sich nichts getan hat. Mucksmäuschenstill.

Mein erster Gedanke war, dass das Netzteil kaputt sein könnte. Also Netzteil raus und an einem anderen PC getestet. Funktioniert. Ok (Den genauen Wortlaut meiner Gedanken zu dem Zeitpunkt erspare ich mir hier)! Nachdem auf dem Mainboard nur noch die CPU und ein RAM Riegel drauf waren ging der Server immer noch nicht an. (Ohne RAM ebenfalls nicht.)

Meine Schlussfolgerung ist jetzt, dass das Mainboard kaputt ist. RMA ist eingeleitet.

Hmpf.

Einen ZFS Storage Pool migrieren

1. Februar 2009

Da die Hardware für den Server noch nicht da ist, habe ich am Wochenende mal ein wenig mit VMs rumgespielt. Was ich ausprobiert habe ist folgendes. Ich wollte einen in FreeBSD 7.1 angelegten zpool in OpenSolaris 2008.11 einbinden. Die Theorie: zpool exportieren. Platten umbauen. zpool importieren. Nun zur Praxis.

Die Ausgangssituation:

freebsd# df -h
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ad4s2a 3.9G 1.7G 1.8G 49% /
devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev
tank 9.8G 365M 9.4G 4% /tank

freebsd# zpool list
NAME SIZE USED AVAIL CAP HEALTH ALTROOT
tank 9.94G 365M 9.58G 3% ONLINE -

freebsd# zpool status
  pool: tank
 state: ONLINE
 scrub: none requested
config:

        NAME        STATE     READ WRITE CKSUM
        tank        ONLINE       0     0     0
          mirror    ONLINE       0     0     0
            ad6     ONLINE       0     0     0
            ad8     ONLINE       0     0     0

errors: No known data errors

freebsd# ls /tank
test.sparsebundle

Wie man sieht, habe ich ein FreeBSD welches auf der Festplatte ad4s2a läuft und einen pool (mirror aus zwei Festplatten) der unter /tank gemountet ist und mit 365MB belegt ist. Diesen exportieren wir nun, damit er abgemountet und als exportiert markiert wird:

freebsd# zpool export tank

freebsd# df -h
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ad4s2a 3.9G 1.7G 1.8G 49% /
devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev

freebsd# zpool list
no pools available

Der ZFS mirror ist nun nicht mehr im System gemountet. Nun kann man die Festplatten herausnehmen und woanders platzieren.

Zurück im OpenSolaris suchen wir nun nach zpools die importiert werden können:

root@opensolaris:~# zpool import
pool: tank
id: 13746911421668436261
state: UNAVAIL
status: One or more devices contains corrupted data.
action: The pool cannot be imported due to damaged devices or data.
see: http://www.sun.com/msg/ZFS-8000-5E
config:
tank UNAVAIL insufficient replicas
mirror UNAVAIL insufficient replicas
c5t0d0s8 UNAVAIL corrupted data
c5t1d0s8 UNAVAIL corrupted data

Oops. Was ist hier passiert? Also das FreeBSD läuft unter Version 7.1 mit ZFS in Version 6. OpenSolaris in Version 2008.11 und ZFS Version 13. Könnte hier das Problem liegen? Ein erzwungener Import (zpool import -f) funktionierte ebenfalls nicht. Ich werde mal ein FreeBSD 8.0 aufsetzen, welches ebenfalls ZFS in Version 13 hat, um zu sehen ob es dann klappt.

Wenn jemand eine Idee hat wie es unter FreeBSD 7.1 / OpenSolaris 08.11 geht, immer her mit den Tipps!

Links:

Home Server Teil 2: Hardware

30. Januar 2009

So die Hardware ist bestellt. Ich habe mich letztendlich für eine AM2 Plattform entschieden, da ich einen Kompromiss aus Preis, Leistung und Stromverbrauch finden wollte. Das Setup sieht nun so aus:

  • Prozessor: AMD Athlon X2 4850e
  • Mobo: Asus M3A78-EM
  • RAM: Kingston KVR800D2E6K2 4GB ECC
  • HDD: WD10EADS 1 TB Caviar Green (3x)
  • Case: Antec P182
  • NT: ENERMAX Liberty 500W

Das Mainboard Asus M3A78-EM bietet 5 SATA Anschlüsse, womit ich auf einen SATA Controller verzichten kann, und auch die Grafik ist onboard, somit ist auch eine zusätzliche Grafikkarte hinfällig. Das Gehäuse bietet Platz für insgesamt 7 3,5″ Festplatten und es werden drei 120mm Lüfter mitgeliefert. Der Prozessor sollte auch wenig Bums unter der Haube haben, da ich auch einen Mediaserver auf dem Server betreiben möchte der meine Musik und Filme auf die PS3 streamed.

Wer auf OpenSolaris als OS setzt sollte sich vorher mit der Hardware Compatibility List auseinandersetzen, da nicht jede Hardware unterstützt wird. Alle Teile die ich bestellt habe stehen auf der Liste, somit kann ich später noch auf OpenSolaris setzen, falls ich mich dazu entscheiden sollte. Im Moment werde ich wohl auf FreeBSD setzen, da es als Server OS einfach heraussticht.

Ich werde aus den drei Platten einen RAIDZ1 Verbund machen und das Betriebssystem gesondert auf deiner 40GB Seagate 2,5″ HDD betreiben. Das hat den Vorteil, dass ich gesondert vom Pool das OS austauschen kann und ZFS kümmert sich um den Rest.

Basti’s Idee das OS auf einer CompactFlash Karte zu betreiben ist eine sehr gute Idee. Ich werde das vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch umsetzen.

Bin schon gespannt wann die Teile ankommen. Denn dann kann die Bastelei beginnen!

Links:

OpenSolaris Stammtisch – ZFS

28. Januar 2009

Na das passte ja. Heute fand im Newthinking Store in Berlin im Rahmen des OpenSolaris Stammtisch ein Vortrag über ZFS statt. Da ZFS für mich im Moment ein brandheißes Thema ist, habe ich mir diesen natürlich nicht entgegen lassen.
Vor Ort waren circa 30 bis 40 Leute, die gerade mal so in den Newthinking Store gepasst haben. Die Veranstalter hatten bei vorherigen Stammtischen so um die 15 bis 20 Besucher gezählt, womit der heutige Stammtisch einen Besucherrekord darstellte.

Gehalten wurde der Vortrag von Ulrich Gräf, OS Ambassador bei Sun. Der ursprüngliche 89 seitige (!) Vortrag wurde in einer gekürzten Version gehalten, was der Länge aber keinen Abbruch tat. Es war ein lebendiger und von Dialogen getriebener dreistündiger Talk, der einem die Kernfeatures (copy-on-write, pools, self-healing) von ZFS im Detail näherbrachte.

Wer sich für den Vortrag interessiert, dem kann ich „ZFS – The last word in file systems“ empfehlen, da die Folien denen des Vortrags sehr ähnlich bis identisch sind.

Ich fühle mich nach dem Vortrag noch mehr bestärkt Solaris und ZFS einzusetzen, da die Features doch sehr überzeugend sind.

Links:

Home Server Teil 1: Motivation

24. Januar 2009

Also warum überhaupt so einen Home Server fragt sich der ein oder andere. Nun, ich habe ja schon einen kleinen Pentium 3 hier herum zu stehen. Und um es kurz zu machen: der muss weg. Zu laut, zu alt und für meine Ideen ungeeignet. Ich habe den P3 mal irgendwo bei einer Entrümpelung abgestaubt, Ubuntu raufgeschmissen und ihn gelegentlich als Gateway für einen SOCKS Proxy benutzt um in unsicheren WLANs sicher surfen zu können. Und ein Wiki ist da auch noch drauf. Also was sind die Anforderungen an den neuen Rechner?

  • er muss leise sein
  • er muss stromsparend sein
  • er muss jede Menge Platz bieten

Das sind erstmal die offensichtlichen Eigenschaften, die man sich eigentlich von jedem Rechner zu Hause wünscht. Mein alter P3 erfüllt keine dieser Kriterien. Er ist laut, verbraucht Strom (auch im ausgeschaltetem Zustand) und hat eine acht Jahre alte 40GB Seagate Platte.

Bevor man mit so einem Projekt anfängt und Geld ausgiebt, sollte man sich erstmal die Aufgaben und Nutzen eines solchen Rechners vor Augen führen. Ich komme da auf folgende Liste:

  • Backupserver für meine TimeCapsule
  • Dateiserver
  • VPN Server
  • SOCKS Proxy

Alleine schon Punkt 1 motiviert mich einen Home Server aufzubauen, denn was nützen mir die Backups meiner Macs auf der TimeCapsule wenn diese mal ausfällt. Rule of thumb: Backups immer an zwei Orten aufbewahren.

Die Motivation stimmt schonmal, jetzt muss nur noch die geeignete Hardware gefunden werden. Dazu mehr im zweiten Teil.

Was wären Eure Einsatzgebiete für einen Home Server? Vielleicht hat ja der eine oder andere noch eine nette Idee die man umsetzen könnte.

Ich stelle mich mal vor …

23. Januar 2009

Ja, das ist ein weiterer Blog auf der allwissenden Müllhalde. Und gerade aus diesem Grund starte ich diesen Blog. Um Wissen zu teilen. Bei meinem nächsten Projekt, einen Home Server aufzubauen, werden viele interessante Informationen anfallen. Damit diese nicht verteilt, irgendwo zwischen Evernote, Twitter und meinem TextMate herumgeistern, werde ich hier Zusammenfassungen und Infos für mich und für Euch veröffentlichen.

Ihr könnt mich übrigens auch noch bei Twitter finden.

(Ich suche ja auch noch nach einem geeigneten Titel, und stelle mich da gerade ein wenig doof an, weshalb auch der Default Titel da oben steht.)